AC/DC Hockenheimring Open Air Fazit:
Anreise:
wir sind natürlich mit dem Auto hingefahren dass sich als unproblematisch herausgestellt hat, ein parkplatz wurde schnell gefunden und uns wurde versichert, dass auch ein shuttle bus uns zum geschehen bringen würde. Vom Einweiser dort gabs auch noch nen “Plan” um sich am schluss wieder zurecht zu finden.
Der Shuttle Bus ließ allerdings gute 40 Minuten auf sich warten.. die wir stehend an der Bushaltestelle verbringen mussten.
Ankunft am Ring:
aus dem Bus ausgestiegen erwarten uns schon die ersten massen an leuten … überall an den straßen verkaufen anwohner bier cola usw. für teilweise echt unverschämte preise ..
aber naja man(n) gönnt sich ja sonst nichts … :)
der hockenheimring ist unterteilt in “INNENRAUM” und “TRIBÜNE” so quetschten wir uns mit gottkeineahnungwievielenandern richtung innenraum eingang wo ein völlig überfüllter merchandise stand auf uns wartet … ok erstmal Tourshirt kaufen bevor`s keine mehr gibt.
25 € pro T-Shirt … meine Fre*** … naja is ja AC/DC und da kann man(n) mal ne ausnahme machen… die australier sieht man wahrscheinlich eh nicht mehr so häufig.
Weiter richtung “konzertbereich” … ich würde mal schätzen das es vom merchandise stand bishin zum innenraum geschätzte 500 meter waren .. 500 meter .. merken .. denn diese zahl wird noch wichtig ! :)
Im innenraum angekommen erwartet einen Festival Atmosphäre .. unzählige Leute sind schon da .. und überall stehen Bier- und Essstände … auch die Bierpreise haben absolutes Festivalniveau .. 0,4 Liter für 4 € + 2 € Pfand .. und das auch noch für Becks … naja irgendwas muss man ja in sich rein kippen… wir haben schließlich noch geschätzte 5 stunden hier zu stehen bis AC/DC um 21 Uhr anfängt ..also positionieren wir uns an einem zentralen bierstand in mitten der menschen … von diesem sollten wir dann auch das komplette konzert betrachten…
Vorbands:
Ich hatte mich nen tag vorher schon im Inet über die Vorbands kundig gemacht und das was man über diese zu lesen bekam trifft die realtität …
Claudia Cane Band und The Answer, hießen die beiden Bands, von denen wir ehrlich gesagt kaum etwas richtiges mitbekommen haben …der sound war für den hockenheimring nicht zu gebrauchen… zu leise und ganz ehrlich stimmung machen geht anders.
AC/DC:
pünktlich auf die Minute rockten dann AC/DC auf die Bühne .. die sich vorher schon durch nen Mörder Intro angekündigt hatten …
Auf der Bühne steht eine gute alte Dampflokomotive und bläst ihre Dampfsalven in den Hockenheimer Himmel…
So dauert es auch nicht lange, bis die Massen an Fans nach dem Opener Rock’n'Roll Train und dem darauffolgenden Hell ain’t a bad Place to Be spätestens mit Back in Black wachgerüttelt sind… und jeder singt, tanzt, bangt, hüpft, feiert … waaahnsinn … die stimmung war am überkochen .. die leute begeistert … und mir wird zu diesem zeitpunkt erst klar wieviel leute das sind … ich habe keine genaue zahl … aber ich würde über 50.000 Fans schätzen … ich reich die genaue zahl noch nach :D
AC/DC spielt auf extrem hohen niveau .. der sound ist ganz große klasse … Brian Jonson`s Stimme klingt Live wie auf der Platte einfach großartig .. dem könnt ich wochenlang zu hören.. und der Kopf der Truppe .. Angus Young kommt auch nicht zu kurz .. wenn er etwas gelernt hat, dann sich in Szene zu setzen … wie schon seit je her erwartete die Fans bei “The Jack” den legendären Strip von Angus auf der Bühne … Während die Band relaxt das bluesige Riff vor sich hin groovt, die Stadion-Kamera sich die schönsten Besucherinnen für die großen Leinwände an beiden Seiten und in der Mitte der Bühne heraussucht, und “She’s got The Jack” aus tausenden von Kehlen gesungen wird, entledigt sich der Kopf der Truppe nach und nach seiner Kleidung, bis nur noch die berühmte Hose der Schuluniform übrig bleibt. Wo es ganz früher dann noch das nackte Hinterteil zu bewundern galt, erblicken die Fans diesmal eine veritable AC/DC-Shorts. Großes Kino allerdings sein ganz großer Auftritt folgte noch …
nach dauerhaften “ANGUS” Sprechchören war es dann bei “Let there be Rock” soweit … ein 10 minütiges solo wird uns um die ohren geschmettert. Das führt ihn über den langen Laufsteg in die Mitte der Fans, wo er auf dem Kopf spielend oder sich wild auf dem Boden drehend seine Licks zelebriert, ein herausfahrendes Podest ihn nochmals ein Stück mehr erhöht, zurück hinter das Schlagzeug, wo er seinen sechs Saiten abwechselnd mit dem Gröhlen des Publikums Schrilles entlockt. Eine Animation auf den Leinwänden führt durch AC/DCs Plattencover in 3D, dann verlassen sie die Bühne und lassen sich von den Zugabe-Rufen feiern.
Zu diesem Zeitpunkt war ich vollkommen zufrieden .. ich wusste was mich noch erwarten würde… highway to hell und for those about to rock .. und so kam es dann auch … noch einmal den fans alles abverlangt und mit einem riesigen Feuerwerk geendet …
Meine Damen und Herren … das sind Rock Legenden … und daran besteht kein Zweifel mehr …
Heimreise:
um 23 Uhr war AC/DC durch … und wie zu erwarten wollen die leute dann nach Hause … aber das war nicht so einfach …
es gab für den innenraum genau 1 << !!! ausgang … 50.000 Leute durch EIN Ausgang … gepresst wie Vieh auf einer viel zu schmalen strecke presste man sich richtung ausgang .. normalerweise ist es dort breit genug .. aber der veranstalter hat ja mal einfach die hälfte der fläche durch bauzaun abgesperrt … warum auch immer …
um schnell auf den punkt zu kommen … es war der pure hohn … ich habe schon so einiges erlebt .. allerdings sowas noch nie … kurz vor der eskalation machte dann die polizei lächerliche durchsagen.. man möge bitte ruhe bewahren .. und nicht am zaun rütteln … nein gerüttelt wurde auch nicht … der zaun wurde von der masse einfach platt gewalzt … schwubs war auch wieder ein wenig mehr platz … wir haben für 500 Meter strecke (na noch gemerkt ? :)) 2 stunden gebraucht …
2 stunden um vom “innenraum” richtung bushaltestelle zu kommen… wo man(n) dann auf 6 !!! Shuttlebusse warten musste .. lächerlich … tausende leute sind einfach zu fuß gelaufen…
aber ganz ehrlich … zu unserm parkplatz sind 3 KM und diese Strecke hätte ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geschafft … ich war durchnässt mit allem was der bierstand vor mir zu verkaufen hatte … meine kutte roch ganz erbärmlich nach Cola Bier … (ja Alex jetzt ist sie eingeweiht!) … ich war einfach nur K.O. …und dann dieser terror …Die busse waren natürlich überfüllt bis unters dach … sitzplätze nur für auserwählte die früh in den bus gekommen sind .. und ich hatte natürlich kein glück .. wie schon auf der hinfahrt wartete auch auf der rückfahrt nen stehplatz … diesmal stank es nur noch viel erbärmlicher nach bier und schweiß von 50 Leuten auf zu engem raum … kein schönes erlebnis …
Dann am Auto angekommen wartete eine kalte Flasche Volvic auf mich und ich konnte aus meinen Boots raus … da ich schon vor 2 stunden das gefühl in meinen Füßen verloren hatte..
Fazit und Setlist:
AC/DC war großartig … bow to the kings …
Organisation war eine Frechheit … nie wieder Hockenheimring !!!
Setlist:
- Rock N’ Roll Train
- Hell Ain’t a Bad Place to Be
- Back in Black
- Big Jack
- Drty Deeds Done Dirt Cheap
- Shot Down in Flames
- Thunderstruck
- Black Ice
- The Jack
- Hells Bells
- Shoot to Thrill
- War Machine
- Dog Eat Dog
- Anything Goes
- You Shook Me All Night Long
- T.N.T.
- Whole Lotta Rosie
- Let There Be Rock
- Highway to Hell
- For Those About to Rock